Храм Русской Православной Церкви Святого Великомученика Димитрия Солунского в Шверине (Германия)

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Mit Gottvertrauen und im Team schafft man alles – irgendwie!

Am 14. Mai 2017 machte unsere Kirche eine Kanutour in der Nähe von Schwerin.

Zuerst fuhren wie mit einem Autokonvoi bis zu einem wunderschonen Landsitz mit Cafe Pferden und Kanus. Nachdem Alle etwas gegessen hatten ging es endlich Zum Startpunkt der Tour. Mit dem Auto waren das nur ca. 30 Minuten. Aber per Boot sollte es 2 Stunden dauern wieder zum Landsitz zurück zu kehren. Wir fuhren mit mehreren 3 und einem 4 Mann Boot. Ich selbst kam in eines mit unserer Lehrerin von der Sonntagsschule und einer Frau vom Chor die alle soweit ich verstand Anja riefen. Sie war es auch die Alles organisiert hatte. Schnell stellte ich noch meinen Handywecker auf 18 Uhr. Um diese Zeit sollte ich Anja erinnern damit wir fragen wer mich um 19:15 Uhr zurück zum Hauptbahnhof Schwerin bringen kann.

Die Letzen werden die Ersten sein und folglich nach Anjas Worten: „Die Ersten werden die Letzen sein.“ Startete unsere Tour. Indem wir erstmal ungewollt als erstes Losfuhren. Allerdings endete unsere Fahrt nach einigen Drehungen im nächsten Gestrüpp. Ich dachte wie gern ich bei Vater Dionisij im Boot wäre. Im Nachhinein zweifle ich jedoch ob die Reise dann ebenso humorvoll verlaufen wäre. Wahrscheinlich hätte uns eher die Sorge belastet wie man mit mir im Boot heil ans Ziel kommt. Derweilen fuhren die anderen Boote schon mal an uns vorbei bis wir die Vorletzten waren.

Dann kam das erste wirkliche Hindernis. Ein Baumstamm quer übers Wasser. Sehr Dick und eigentlich so nah am Wasser dran, dass es unmöglich schien darunter durch zu fahren. Trotzdem versuchten wir es und nahmen erstmal ein Bad. Das Boot war voller Wasser und wir reichlich nass. Alles unter Beobachtung des Mannes dem die Kanus gehörten. Dieser Stand am Ufer und machte erstmal ein paar Fotos. Schließlich half er uns das Boot vom Wasser zu befreien und auf die andere Seite vom Baum zu bekommen. Dabei war ich allerdingst keine große Hilfe. Sodass es sinnvoller erschien, würde ich weiter vorne wieder ins Boot steigen. Die Lehrerin, Anja und der Mann fanden das auch eine gute Idee. Allerdings bekamen die zwei Frauen nicht mit wie mir auf die Frage wo weiter vorn sei geantwortet wurde „Lauf einfach ein Stück den Weg entlang bis der Wald zu Ende ist das siehst du dann schon.“. Und so tat ich es dann auch.

Zeitgefühl hatte ich dabei ebenso wenig wie eines für die Strecke die ich lief. Ab und zu dachte ich der Wald müsse ja bald enden. Aber das Boot hatte mich noch nicht eingeholt und endlich sah ich eine Lichtung. Ich begab mich ans Ufer und wartete und wartete und wartete.

Endlich kam ein Boot aber nicht unseres. Zuerst versuchte man auf Russisch nach hinten zu rufen man habe mich gefunden. Dann sagte man mir ich soll den Weg zurückgehen. Ich tat wie man mir sagte und Traf auf halbem Weg unsere Lehrerin. Sie meint wie man so intelligent sein konnte mir zu sagen ich solle bis ans Ende vom Wald gehen. Und dass ich ca. 1 bis 2 km gelaufen sein muss. Doch nun waren wir wieder vereint. Allerding hatte uns die Suche ca. 20 bis 40 weiter Minuten gekostet. Gott sollte den Rest der Fahrt besonders auf uns achten. Wir Beteten zur Sicherheit das „Vater Unser“ bevor unsere Reise weiter ging. Doch dann wieder so ein Baum!

Diesmal war der Plan aber ein Anderer. Ich saß nun statt wie zu Beginn nicht mehr am Anfang sondern in der Mitte des Bootes. Anja stand auf, kletterte auf den Stamm und als Ihr Teil des Bootes durchgefahren war wieder herein. Danach folgte ich und zum Schluss unsere Lehrerin. Danach wurde es zwar Teilweise sehr eng aber dafür viel ruhiger. So konnten wir endlich probieren wie jeder am besten seinen eil beiträgt um das Boot sicher zu fahren.

Als der Fluss wieder breiter Wurde hatten wir dann auch in Etwa den Dreh raus. Nur Ab und zu hingen wir kurz auf ein paar Steintreppen oder im Schilf. Um Gott unsere Dankbarkeit zu zeigen, sprach ich in Gedanken noch mindestens fünf Gebete. Und auch unsere Lehrerin sprach mindestens 2 während Anja beständig wiederholte, es müsse so sein weil wir ja als Erste starteten. Wir hatten nach Anjas Erinnerung ca. die Halbe Strecke hinter uns, als um 18 Uhr brav mein Handywecker klingelte. Ein wirklich passender Zeitpunkt um zu fragen wer mich 19:15 zum Bahnhof fahren könnte. Aber ganz ruhig, vielleicht geht alles noch gut.

Dann kam eine Fischtreppe – und die Frage „Wie da durch?“ Abgesehen vom Durchfahrverbot war es viel zu Flach um mit 3 Leuten im Boot hindurch zu kommen. Hose und Schuhe waren eh nass. Also ins Wasser und von dort ans Ufer. Als Anja das Boot ans andere Ende gebracht hatte, stiegen unsere Lehrerin und ich wieder zu. Jetzt hatten wir wirklich den größten Teil geschafft.

Als Anja uns verkündete wir seien schon fast da, vibrierte in unserem Wasserdichten Transportfass ein Handy. Ich sagte scherzhaft unsere Vermisstenmeldung als wir den Mann dem die Kanus gehören sahen, wie der uns mit einem Golfwagen entgegen kam. Anja fragte wie er auf die Idee mit dem „Ende des Waldes“ kommen konnte. Er fand das sehr komisch. 18:46 Uhr war es also noch Hoffnung für den Zug. Schließlich wurden wir mit der freundlichen Info begrüßt der Rest sei schon eine Stunde vor uns angekommen.

Allerdings ist doch weniger entscheidend wann sondern dass man ankommt. Und mit wenigen Problemen ein Ziel zu erreichen ist zwar schön. Aber ein Ziel mit Hindernissen durch Gottvertrauen und Teamarbeit zu erreichen ist doch viel schöner. Ich bin froh, dass ich ein Teil von diesem Team war.

Dennoch ist mein nächstes Reiseziel irgendwann zwischen 2019 und 2021 mit Vater Dionisij und einer Reisegruppe mal nach Russland zu reisen. Trocken – in Flugzeug, Bus und per Füße. Und immer in der Nähe von Vater Dionisij. Obwohl ich auch mit dem Gedanken spiele wie denn nun eine weitere Kanutour bei Ihm im Boot aussähe.

Von Anette Peilstöcker